Marienkirche

Die Marienkirche in Vorra ist eine romanische Chorturmkirche, die um 1200 von Bamberger Baumeistern errichtet wurde und eine bemerkenswerte romanische Säulengruppe im Chorraum besitzt, die heute hinter dem barocken Altar zu sehen ist. Im 18. Jahrhundert wurde die Kirche barock umgestaltet, erhielt ein Tonnengewölbe mit Stuckarbeiten und einen Altar, während bei der umfassenden Sanierung 2016/17 der Chorraum in seiner ursprünglichen, hellen Form wiederhergestellt wurde; bedeutende Kunstwerke sind die vorreformatorische Pietà sowie Figuren von Johannes dem Täufer und dem Heiligen Laurentius
... hier gibt es bald viel Infos rund um die Geschichte der Marienkirche...

Zeitzeugen aus Artelshofen und Vorra, befragt im Jahre 1994 von Siegfried Fuchs, konnten zur Entstehung des Birghäusls folgendes berichten: Annemarie Schramm-Scharrer aus Artelshofen, weiß, dass die Schwestern Sophie Marie Christine Scheurl und Helene Jakobina Karolina von Soden, geb. Scheurl im Jahre 1854 auf der Birg Wege und Pflanzungen sowie ein steinernes Gartenhäuschen mit bunten Fensterscheiben haben anlegen lassen.
Dieser einzige Hinweis auf den Bau des Pavillons ist in einer handgeschriebenen ,,Geschichte des Dorfes Vorra und der Gutsherren auf Vorra" enthalten, vermutlich von den beiden Schwestern Scheurl angefertigt. Die Eltern der jetzigen Besitzerin des Buches, Georg und Hermine Scharrer, waren in den 20er Jahren als Kammerdiener bzw. Kammerzofe bei Baron Freiherr Otto von Ellrichshausen beschäftigt.
Nach dessen Tode 1937 vermachte die Witwe Emily von Ellrichshausen das bestens erhaltene, in Leder gebundene Unikat ihrem Kammerdiener, da sie nach dem Wegzug aus Vorra und dem Verkauf des Schlosses an die ,,Deutsche Arbeitsfront" für die Chronik keine Verwendung mehr hatte. Feststeht somit, dass der Vater der beiden Schwestern Sophie und Karolina um Vorra umfangreiche Waldungen erworben hatte und seine Töchter auf einem idyllischen Fleckchen einen herrlichen Aussichtsplatz für sonntägliche Landpartien geschaffen haben.
An die überwältigende Aussicht kann sich auch der zweite Informant, der damals 86jährige Adam Übelacker aus Vorra erinnern. 1919 war er im Alter von elf Jahren erstmals auf der Birg. Er begleitete seinen Onkel Georg Übelacker, einen Schreiner aus Hirschbach, zu dem Pavillon, wo kleinere Reparaturen auszuführen waren. Adam Übelacker weiß noch genau, dass man von dort oben die Dampflokomotiven von Alfalter aus kommend bis zur Einfahrt in den Bahnhof Vorra mit den Augen verfolgen konnte. Weder Busch noch Baum versperrten dabei, im Gegensatz zu heute, die herrliche Fernsicht.
Die Rundbogenfenster des Häuschens zierten noch je zwei Fensterflügel mit Butzenscheibenverglasung. Auch waren Fensterläden angebracht und die Haustüre versperrt. Bei schönem Wetter gingen die Herrschaften im Sommer zu Fuß zu einer nachmittäglichen Kaffeestunde auf die Birg.
Als Freiherr von Ellrichshausen 1920 das Schlossgut übernahm, wurde auf seine Kosten viel gebaut und renoviert. Neben den Baumaßnahmen am Schloss selbst und der Ausgestaltung des Schlossparks sind die Erweiterung des Friedhofs, der Bau der Friedhofskapelle und der Neubau des Pfarrhauses zu erwähnen. Dabei geriet das Birghäusl gänzlich in Vergessenheit. Adam Übelacker weiß noch, dass der Zahn der Zeit kräftig daran nagte, ebenso trug der Zerstörungswille mancher Vorbeiziehenden zum Verfall bei. Glas und Fensterläden gingen kaputt, durch das Dach regnete es ins Innere, der Putz fiel ab.
Erst 1927 - die zweite Jahreszahl im Türbogen - kam der Schlossherr dazu, den Pavillon von Grund auf renovieren zu lassen. Damit erhielt der Bau seine heutige Gestalt. Fenster, Fensterläden und Haustüre wurden entfernt, lediglich Fenstergitter wurden angebracht.
Seit diesem Zeitpunkt der Öffentlichkeit zugänglich, lädt das Birghäusl Wanderer und Sommergäste zum Verweilen in seinen kühlen Mauern oder unter schattigen Buchen ein. 1979 wurde das Birghäusl von der Schmidtschen Gutsverwaltung erneut renoviert.
Nachkirwa am Birghäusl

Seit vielen Jahrzehnten findet traditionell am Kirwamontag in Vorra ein Frühschoppen der Kirwaboum am Birghäusl statt. Im Schatten der Bäume singen und musizieren Jung und Alt zusammen und ziehen dann am späten Nachmittag wieder ins Dorf.
Blick ins Tal
Sophienhöhe
mit Bezug auf die Birg

Nach dem Tode des alten Scheurl ließen die beiden Töchter das von ihrem Vater lange gemiedene und darum äußerst verwahrloste Haus in Vorra wieder einigermaßen in Stand setzen, auch auf der "Bürg" Wege und Pflanzungen anlegen, und oben auf der Höhe ein steinernes Gartenhäuschen errichten (1854), dessen bunte Fensterscheiben das ganz besondere Entzücken der bieden Damen bildeten. Von nun an wurde Vorra wieder der regelmäßige Sommersitz der Familie. Auch nachdem die Schwester Caroline von Soden im Jahre 1861 gestorben und im Jahre 1869 Franz Ludwig von Soden imTode gefolgt war, brachte Sofie von Scheurl, nunmehr die Letzte ihrer Linie, regelmäßig die Sommermonate in Vorra zu, und zwar stets in Begleitung ihrer Patin und treuen Gefährtin Sofie Willer, Tochter des Notars Willer in Nürnberg, die sie schon von frühester Jugend an ins Herz geschlossen und gleich einer Tochter gehalten hatte.
noch ein paar Impressionen
rund um´s Birghäusl
die Aussicht genießen















