neues Schloß Vorra

Das Neue Schloss in Vorra ist ein zweigeschossiger Bau im Stil der Neurenaissance mit markantem Treppenhausturm, der 1891 trotz schwieriger Baugrundverhältnisse vollendet wurde. Es liegt direkt an der Pegnitz, ist von einem weitläufigen Schlosspark umgeben und dient heute als Schullandheim
Aus der Chronik 1000 Jahre Vorra

Erst im Jahre 1890 begann man in Abwesenheit des Besitzers, Freiherrn von Soden, das neue Schloss innerhalb des Parks zu errichten. Um diesen Neubau Platz zu machen, riss man die Nebengebäude und den großen Saalbau ab. Da kein fester Boden vorhanden und der Grundwasserspiegel hoch war, gab es schon beim Rohbau Komplikationen.
Das Mauerwerk des Turms zeigte Risse; ein Teil stürzte sogar ein. Unter einem anderen Architekten wurden verschiedene Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Der Bau konnte 1891 vollendet und der Schlosspark neu angelegt werden.
Das neue Schloss mit spitzem Turm Der herrliche Baumbestand (mit Ausnahme der noch älteren Buchengruppe) und die weiteren Anlagen stammen aus jener Zeit. Für die „Grotte" wurde am Berghang eine eigene Quelle gefasst und in den Park geleitet. Der letzte Besitzer, Freiherr Otto von Ellrichshausen, nahm einige bauliche Veränderungen am Schloss vor. 1922 ließ er den Turmhelm abtragen und als Abschluss einige seltsame Tiere gestalten an den vier Ecken anbringen. Die Terrasse wurde angelegt und der Schlosspark weiter ausgestaltet. Nach dem Tode des Barons von Ellrichhausen ging das Schloss 1941 in den Besitz der „Deutschen Arbeiterfront" über, die eine Gauschule einrichtete. 1945 besetzten die Amerikaner das Schloss, in dem sie für Monate die Ortskommandantur unterbrachten. Im November pachtete Baronesse von Löffelholz das Schloss; zunächst von der Militärregierung, dann vom Bayerischen Staat. Sie errichtete ein evang. Landschulheim, eine Oberschule mit Internat, das bis 1953 bestand. Das neue Schloss nach der Renovierung durch Baron von Ellrichshausen. Im Herbst 1955 übernahm das Schullandheimwerk Mittelfranken e.V. die Gebäude und gestaltete
sie zu seinem Zweck um. 1956 fand die feierliche Eröffnung des Schullandheims statt. In den 70er Jahren wurden das Schloss und der Park dank des Schullandheimwerkes und seines umsichtigen Verwalter Peter Betzelt gelegentlich auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Kirchengemeinde konnte zur Weihnachtszeit in den Räumen des Schlosses ein Seniorentreffen abhalten, bei dem verschiedene Chöre mitwirkten.
Im Park findet jährlich zur Sommerzeit ein Kindergottesdienstfest statt. Nach dem Kirchgang leitenjugendliche Mitarbeiter die Wettspiele, Verlosung, Versteigerung und das Luftballonsteigen.
Für Schlossserenaden während des Sommers und zu verschiedenen Jubiläen erfreuen sich Bürger an dem herrlichen Rahmen. 1977 wurde das neue Schloss für die Schullandheimjugend zweckmäßiger und modern ausgestattet. 1978 erhielt das alte Schloss einen neuen Anstrich.








